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Hand aufs Herz – Wann reagierst du in deinem pädagogischen Alltag stärker:

In den positiven Momenten?  Oder in den Konfliktmomenten? Welchen Momenten gibst du die meiste Aufmerksamkeit? In welchen verbalisierst du dich mehr?

 

Konflikte – Kinder, die Grenzen überschreiten – die stören – die anderen etwas kaputt machen -die nie das tun, was man ihnen sagt…

Ein paar kleine Beispiele aus dem Alltag, die uns immer wieder begegnen. Die Probleme im Alltag sind sehr deutlich wahrzunehmen und fordern eine Reaktion von den Erwachsenen.

Wir reagieren und intervenieren. Wir reden und erklären. Und investieren richtig viel Kraft dabei! Auf Dauer gesehen scheint es nur noch „schwierig“ mit einem Kind zu sein. Doch unsere Aufmerksamkeit für die Konfliktsituationen bringen keine Veränderung mit sich.Und wir nehmen das Kind immer häufiger dann wahr, wenn etwas nicht gut läuft.

 Warum ist das so, dass ein Kind scheinbar immer wieder den Konflikt oder die Grenze sucht?

Zunächst einmal teilt das Kind etwas mit Hilfe seiner Körpersprache, seines Verhalten mit. Es weiß häufig nicht, welche Worte es nutzen kann. Die Kinder sind überfordert, sie wissen nicht, welcher Weg der richtige ist, sie haben Angst. Sie fragen nach der emotionalen Beziehung:

‚Siehst du mich?‘

Sie wollen sagen:

‚Ich brauch dich noch so sehr, um mich sicher zu fühlen!‘

 Nun, es ist wichtig, den Konflikt zu klären und zu helfen, die „Kuh sozusagen wieder vom Eis zu holen“, Missverständnisse zu beseitigen und die Probleme gemeinsam zu bewältigen.

Wenn ich aber eine neue Entwicklung bei einem Kind unterstützen will, dann muss ich diese auch begleiten.

Begleiten heißt, ‚mit-jemandem-verbunden-zu-sein‘.

Als Begleiter*in des Kindes, als emotionale Bezugsperson, braucht es mehr Aufmerksamkeit in den entspannten und positiven Momenten des Alltags.

 Suche danach! Zeige dem Kind deine Wertschätzung zu dem, was es tut!

Genieße den Moment mit dem Kind! Habt Freude und Spaß miteinander!

 Du spiegelst ihm damit: ‚Du bist einzigartig!‘

Auf Dauer muss ein Kind deshalb nicht mehr auf dem ‚Negativ-Weg‘ um Aufmerksamkeit kämpfen. Und auch deine Arbeit ist nicht mehr so kräftezehrend.